Dienstag, 11. Juli 2017

G20-Treffen 2017 in Hamburg | Was man halt so in einer Abschlusserklärung schreibt

Beim Hamburger G20-Treffen kämpften Titanen um die Macht der Abschluss­erklärung. Die deutsche Fas­sung ist Bundes­kanzlerin Angela Merkel (CDU) gewidmet.

In Höchstform haben die Geisterdichter Gedanken, Ideen und Worte der Herrin unum­kehrbar in das Perga­ment des 16 1/2 Textseiten kurzen Dokumentes klopfen kön­nen. Link: G20 - 2017 Germany - Erklärung der Staats- und Regierungschefs

Hitliste:
Nachhaltig: 42 mal. Wachstum: 27 mal. Herausforderung: 15 mal. Inklusiv: 16 mal. Ermutigen: 7 mal. Alles auf nur 16 1/2 Textseiten Abschlusserklärung.

Hitseiten:
Seite 2, Präambel: 6 von 42 mal "Herausforderung" und der Supersatz "Unser gemeinsames Ziel - starkes, nachhaltiges, ausge­wogenes und inklusives Wachstum - in der G20 voran­zubringen, bleibt unser gemein­sames Ziel." Ei, der Dotter! Drei Hits nach­haltig inklusiv wachsend in einem Satz. Es lebe der unbe­kannte Geister­tipper.

Seite 11: 8 von 42 mal "nachhaltig". Am Ende der Seite sollte auch der langsamste Nachhaltige nach­haltig begrif­fen haben, dass nur nach­haltig ist, wenn Angela Merkel drinsitzt - im Bundes­kanz­leramt.

Und die Moral von der Geschicht':
G20 ist ein perfektes Forum der Regierungschefs für kurze Konferenzen in kleinen Kreisen, die abseits der Proto­kolle von Staats­besuchen fix und sofort im persön­lichen Rahmen statt­finden können. Als ein die Welt steuerndes Gremium ist G20 wegen der verschiedenen Inter­essen der Teil­nehmer ungeeignet. Die Abschluss­erklärung sei der in Perga­ment gehauene Beweis.



Angela Merkel, 
wie sie lebt und spricht.